Wasserfilter vs. Wasserreiniger: Was brauchst du wirklich?
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Viele Wanderer nehmen einen Wasserentkeimer mit, obwohl ein Wasserfilter völlig ausreichen würde, und tragen dadurch unnötiges Gewicht im Rucksack. Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Systemen liegt in einem Punkt: Viren.
Ein Wasserfilter entfernt Bakterien, Protozoen, Sedimente und Mikroplastik. Ein Wasserentkeimer leistet all das ebenfalls und kann je nach Technologie zusätzlich Viren reduzieren oder inaktivieren.
Für die meisten Wander-, Trekking- und Campingtouren in Europa und Nordamerika reicht ein Wasserfilter aus. Die größten Risiken in Gebirgsbächen und Bergseen sind Bakterien und Protozoen, und genau diese entfernt ein Hohlfaserfilter zuverlässig.
Viren werden meist erst dann zum Problem, wenn Wasser durch menschliche Abwässer verunreinigt wird. Das kommt in Teilen Südostasiens, Südamerikas und Südasiens deutlich häufiger vor. Dort wird ein Wasserentkeimer wichtig.
Im Folgenden erfährst du, welche Verunreinigungen die einzelnen Systeme entfernen, wo ihre Grenzen liegen, welche Bauform sich für deine Tour eignet und welches System zu deiner Wasserquelle passt, von mehrtägigen Trekkingtouren über Notfallsets bis hin zu Leitungswasser zu Hause.
Was entfernt ein Wasserfilter?
Ein Wasserfilter entfernt Verunreinigungen aus Süßwasser aus natürlichen Quellen, die groß genug sind, um von den feinen Filterporen zurückgehalten zu werden. Dazu gehören Bakterien, Protozoen, Sedimente und Mikroplastik.
Bakterien und Protozoen
Ein Hohlfaserfilter entfernt Bakterien und Protozoen aus Süßwasser mithilfe mikroskopisch kleiner Filterporen. Dazu gehören Bakterien wie E. coli, Salmonellen und Campylobacter sowie Protozoen wie Giardia und Cryptosporidium. Sie zählen zu den häufigsten biologischen Verunreinigungen in Flüssen, Seen und Gebirgsbächen in Europa und Nordamerika.
Die U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) geben an, dass Cryptosporidium und Giardia weiterhin zu den häufigsten Ursachen parasitenbedingter Ausbrüche durch verunreinigtes Trinkwasser in den USA gehören.
Cryptosporidium gilt als besonders widerstandsfähig, da der Erreger gegenüber Chlor resistent ist. Die Filtration ist deshalb eine zuverlässige Methode, ihn aus dem Wasser zu entfernen.
Die Filterleistung wird über sogenannte LOG-Reduktionswerte (LOG) angegeben. Dieser Standard beschreibt, wie viele Mikroorganismen ein Filter reduziert. Jede weitere LOG-Stufe steht für eine zehnfach höhere Reduktion.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt für ihre höchste Bewertungsstufe mindestens LOG 4 (99,99 %) sowohl für Bakterien als auch für Protozoen voraus. Hochwertige Hohlfaserfilter, die entsprechend den Vorgaben des NSF P231-Protokolls geprüft wurden, veröffentlichen diese Prüfergebnisse transparent.
Sedimente, Mikroplastik und klares Wasser
Hohlfaserfilter entfernen außerdem Sedimente, Schwebstoffe und Mikroplastik, das größer ist als die Filterporen. Dadurch wird Wasser aus Gletscherbächen, Gebirgsflüssen oder Seen, die von Oberflächenwasser gespeist werden, deutlich klarer.
Sedimente stellen nicht immer ein Gesundheitsrisiko dar. Ihre Entfernung verbessert jedoch den Geschmack und das Aussehen des Wassers. Außerdem lässt sich klares Wasser auf langen Wandertouren leichter trinken.
Was ein Wasserfilter nicht entfernt
Ein herkömmlicher Hohlfaserfilter hat zwei Grenzen: Viren und gelöste Chemikalien. Viren sind wesentlich kleiner als Bakterien oder Protozoen und können die feinen Filterporen passieren. Dazu gehören unter anderem Noroviren, Hepatitis-A-Viren und Rotaviren.
In Europa und Nordamerika sind Viren in natürlichen Süßwasserquellen nur selten ein Problem. Das größte Risiko stellen hier Bakterien und Protozoen dar, die ein Hohlfaserfilter entfernt.
Viren werden erst dann zum Problem, wenn Wasser durch unbehandeltes Abwasser, eine mangelhafte Sanitärversorgung oder viele Menschen oberhalb der Wasserquelle verunreinigt wird. In solchen Situationen empfiehlt sich ein Wasserentkeimer oder zumindest Chlordioxidtabletten als zusätzliche Absicherung.
Auch gelöste Chemikalien gehören zu den Stoffen, die ein Hohlfaserfilter nicht zuverlässig entfernt. Dazu zählen Nitrate, PFAS, Pestizidrückstände sowie Schwermetalle wie Blei und Arsen. Diese Stoffe sind so klein, dass sie die Membran passieren können.
Um sie zu reduzieren, werden Technologien wie Aktivkohle, Umkehrosmose oder Ionenaustausch benötigt. Ein Hohlfaserfilter allein reicht dafür nicht aus.
Entfernt ein Wasserentkeimer Mineralstoffe?
Das hängt von der jeweiligen Technologie ab. Die meisten Wasserentkeimer belassen Mineralstoffe im Wasser. Eine wichtige Ausnahme bildet die Umkehrosmose.
Dabei werden nicht nur Verunreinigungen, sondern auch wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium entfernt. UV-Wasserentkeimer oder chemische Wasserentkeimer beeinflussen den Mineralstoffgehalt dagegen nicht.
Für kurze Reisen oder den Outdoor-Einsatz spielt das in der Regel keine große Rolle. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt mineralstoffarmes Wasser kurzfristig normalerweise kein Gesundheitsrisiko dar.
Im Alltag zu Hause sieht das anders aus. Wer dauerhaft eine Umkehrosmoseanlage nutzt, entscheidet sich häufig für ein System, das Mineralstoffen wieder zuführt. Das verbessert gleichzeitig den Geschmack des Wassers.
Wasserfilter vs. Wasserentkeimer auf einen Blick
Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Systemen zeigt sich in der folgenden Übersicht.
| Verunreinigung | Wasserfilter | Wasserentkeimer |
|---|---|---|
| Sedimente und Trübstoffe | Entfernt | Entfernt |
| Bakterien (E. coli, Salmonellen) | Entfernt | Entfernt |
| Protozoen (Giardia, Cryptosporidium) | Entfernt | Entfernt |
| Mikroplastik | Entfernt | Entfernt |
| Viren (Norovirus, Hepatitis A) | Reduziert | Entfernt oder reduziert |
| Schwermetalle (Blei, Arsen) | Nur mit Aktivkohle | Umkehrosmose oder Aktivkohle |
| PFAS und chemische Verunreinigungen | Nur mit Aktivkohle | Umkehrosmose oder Aktivkohle |
| Gelöste Mineralstoffe und Salze | Nicht entfernt | Nur Umkehrosmose |
Hinweis: Ob ein Wasserfilter oder Wasserentkeimer Viren reduziert oder entfernt, hängt immer vom jeweiligen Produkt und der eingesetzten Technologie ab. Prüfe deshalb vor dem Kauf stets die Ergebnisse unabhängiger Labortests.
Welches System brauchst du? Entscheide anhand deiner Wasserquelle
Die beste Wahl hängt nicht vom Produkt ab, sondern von der Wasserquelle und den Verunreinigungen, die dort am wahrscheinlichsten vorkommen.
Wandern und Backpacking in Europa oder Nordamerika
Beste Wahl: Wasserfilter
Für die meisten Touren in den Alpen, Pyrenäen, Dolomiten, Skandinavien oder den abgelegenen Regionen Nordamerikas reicht ein Wasserfilter vollkommen aus. Die größten Risiken sind hier Bakterien und Protozoen, und genau für diese Verunreinigungen wurde ein Hohlfaserfilter entwickelt.
Eine Ausnahme bilden stark frequentierte Wanderwege. Dort geht die größere Gefahr oft nicht vom Wasser selbst aus, sondern von anderen Menschen.
Die Appalachian Trail Conservancy und die U.S. National Park Service haben Wanderer bereits mehrfach vor Noroviren gewarnt, unter anderem nach einem vermuteten Norovirus-Ausbruch im Shenandoah National Park im Jahr 2025. Auf solchen Routen empfiehlt es sich, zusätzlich Chlordioxidtabletten als Reserve mitzunehmen.
Internationale Reisen
Beste Wahl: Wasserentkeimer
In Teilen Südostasiens, Südamerikas, Südasiens und Subsahara-Afrikas stellen Viren häufiger ein Risiko dar als in abgelegenen Gebirgsregionen, vor allem dort, wo die Sanitärversorgung unzureichend ist und unbehandeltes Abwasser in Wasserquellen gelangen kann.
Da herkömmliche Wasserfilter Viren nicht zuverlässig reduzieren, solltest du in solchen Regionen ein System wählen, das nachweislich hochwirksam gegen Viren ist. Dazu gehören beispielsweise der Bachgold® Squeeze Wasserfilter Outdoor oder der Bachgold® Straw Wasserfilter Outdoor, insbesondere wenn die Wasserqualität vor Ort ungewiss ist.
Leitungswasser in Deutschland und Europa
Beste Wahl: Wasserfilter
Leitungswasser in Deutschland und den meisten europäischen Ländern unterliegt strengen Qualitätskontrollen. Hier geht es meistens weniger um Sicherheit als um Geschmack.
Laut der britischen Drinking Water Inspectorate erfüllt das öffentliche Trinkwasser in England im Jahr 2023 die gesetzlichen Anforderungen zu 99,97 %. Viele Menschen filtern Leitungswasser deshalb vor allem, um Chlor zu reduzieren, den Geschmack zu verbessern oder Kalkablagerungen zu verringern.
Notfallvorsorge
Beste Wahl: Wasserfilter mit zusätzlicher Entkeimungsmethode
Bei Überschwemmungen, Stromausfällen oder dem Ausfall der Trinkwasserversorgung kann sich die Wasserqualität plötzlich verändern. In solchen Situationen ist Zuverlässigkeit wichtiger als Komfort.
Ein leichter Wasserfilter, der ohne Batterien oder Strom funktioniert, gehört deshalb in jedes Notfallset. Müssen größere Wassermengen für einen Haushalt aufbereitet werden, eignet sich ein Gravitationsfilter besonders gut. Besteht zusätzlich ein Virenrisiko, sorgen Chlordioxidtabletten für eine sinnvolle Ergänzung.
Wasser aus privaten Brunnen
Beste Wahl: Erst testen, dann das passende Wasseraufbereitungssystem wählen
Private Brunnen werden nicht von öffentlichen Wasserversorgern überwacht. Die Wasserqualität hängt daher vollständig von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Regenfälle, landwirtschaftliche Flächen, Klärgruben oder die geologischen Bedingungen können Bakterien, Protozoen, Nitrate, Arsen und weitere Verunreinigungen ins Grundwasser eintragen. Deshalb empfiehlt die U.S. Environmental Protection Agency (EPA), Brunnenwasser regelmäßig untersuchen zu lassen, bevor ein Wasseraufbereitungssystem ausgewählt wird.
Erst eine Wasseranalyse zeigt, welche Stoffe tatsächlich vorhanden sind. Danach lässt sich entscheiden, ob ein Wasserfilter, Wasserentkeimer, Aktivkohlefilter oder eine Umkehrosmoseanlage die passende Lösung ist.
Welches Wasseraufbereitungssystem eignet sich für deine Tour?
Die Entscheidung zwischen Wasserfilter und Wasserentkeimer ist nur der erste Schritt. Ebenso wichtig ist die Bauart des Systems. Sie beeinflussen Gewicht, Geschwindigkeit und den Komfort unterwegs.
1. Squeeze- und Pressfilter
Am besten geeignet für: Wandern, Backpacking und Reisen
Squeeze- und Pressfilter gehören zu den beliebtesten Lösungen für die Wasseraufbereitung unterwegs. Du füllst eine Flasche oder einen Beutel mit Wasser, erzeugst Druck und kannst direkt aus dem Filter trinken, ohne Wartezeit.
Weil sie leicht, kompakt und unabhängig von Batterien, Chemikalien oder Strom funktionieren, eignen sie sich ideal für Wanderer, Backpacker und Reisende, die unterwegs schnell Trinkwasser aufbereiten möchten.
Ihre größte Einschränkung liegt in der Wassermenge. Sie bereiten jeweils nur eine Flasche Wasser auf und sind daher weniger für größere Gruppen geeignet.
2. Gravitationsfilter
Am besten geeignet für: Gruppen und Basislager
Gravitationsfilter arbeiten mit einem aufgehängten Wasserbehälter. Das Wasser fließt allein durch die Schwerkraft durch den Filter, ohne dass gepumpt oder gedrückt werden muss.
Dadurch eignen sie sich hervorragend für Familien, Gruppen und Basislager, in denen mehrere Liter Wasser gleichzeitig aufbereitet werden sollen. Während einer Wanderung sind sie dagegen weniger praktisch, da sie aufgehängt werden müssen und etwas Zeit benötigen.
3. Kompakte Notfall Filter
Am besten geeignet für: Notfallsets und als Reserve
Kompakte Wasserfilter wurden speziell für Situationen entwickelt, in denen Gewicht und Platz eine entscheidende Rolle spielen. Sie passen problemlos in Jackentaschen, Handschuhfächer oder Notfallsets und lassen sich häufig direkt auf handelsübliche Trinkflaschen aufschrauben.
Sie arbeiten meist etwas langsamer als größere Systeme, bieten jedoch eine zuverlässige Reserve, falls das eigentliche Wasseraufbereitungssystem ausfällt.
4. UV-Wasserentkeimer
Am besten geeignet für: Reisen und Schutz vor Viren
UV-Wasserentkeimer funktionieren anders als mechanische Wasserfilter. Statt Wasser durch eine Membran zu filtern, deaktivieren sie Bakterien, Protozoen und Viren innerhalb weniger Sekunden mit Hilfe von ultraviolettem Licht, ohne den Geschmack des Wassers zu verändern.
Allerdings benötigen sie Batterien oder einen geladenen Akku. Außerdem arbeiten sie bei trübem Wasser weniger zuverlässig, da Schwebstoffe Mikroorganismen vor dem UV-Licht abschirmen können. Deshalb werden UV-Wasserentkeimer häufig zusammen mit einem mechanischen Wasserfilter eingesetzt.
Auf einen Blick
| Typ | Geeignet für | Vorteile | Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Squeeze- und Pressfilter | Wandern und Backpacking | Leicht, schnell, keine Batterien erforderlich | Bereitet jeweils nur eine Flasche auf |
| Gravitationsfilter | Gruppen und Basislager | Große Wassermengen mit geringem Aufwand | Weniger praktisch unterwegs |
| Kompakte Notfall Filter | Notfallsets und Reserve | Kompakt und leicht | Langsamer, geringere Kapazität |
| UV-Wasserentkeimer | Reisen und Schutz vor Viren | Hochwirksam gegen Viren, schnelle Wasseraufbereitung | Benötigt Strom oder Batterien und klares Wasser |
Worauf solltest du bei einem Wasserfilter oder Wasserentkeimer achten?
Nicht jeder Wasserfilter oder Wasserentkeimer bietet die gleiche Leistung. Bevor du dich für ein System entscheidest, solltest du diese fünf Kriterien besonders beachten.
1. Unabhängige Prüfung
Der wichtigste Punkt ist eine unabhängige Prüfung. Achte auf Produkte, die ihre Ergebnisse nach anerkannten Prüfstandards veröffentlichen, anstatt sich ausschließlich auf Werbeaussagen zu verlassen.
Der international am häufigsten verwendete Prüfstandard ist das NSF P231-Protokoll. Dabei wird unter kontrollierten Laborbedingungen gemessen, wie wirksam ein Wasseraufbereitungssystem Bakterien, Protozoen und Viren reduziert oder entfernt wird. Kann ein Hersteller keine unabhängigen Prüfdaten vorlegen, solltest du sein Leistungsversprechen kritisch hinterfragen.
2. LOG-Reduktionswerte
LOG-Reduktionswerte zeigen, wie wirksam ein Wasserfilter oder Wasserentkeimer Mikroorganismen reduziert. Jede zusätzliche LOG-Stufe bedeutet eine zehnfach höhere Reduktion.
-
LOG 4 = 99,99 %
-
LOG 5 = 99,999 %
-
LOG 6 = 99,9999 %
-
LOG 8 = 99,999999 %
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass höhere LOG-Werte einen besseren Schutz vor Wasser übertragenen Krankheitserregern bedeuten. Ein hochwertiger Wasserfilter veröffentlicht deshalb seine LOG-Reduktionswerte, anstatt nur allgemeine Aussagen wie „entfernt schädliche Verunreinigungen“ zu verwenden.
3. Filterkapazität
Die Filterkapazität gibt an, wie viel Wasser ein Filter aufbereiten kann, bevor das Filterelement ausgetauscht werden muss. Ein Filter mit hoher Kapazität kostet in der Anschaffung häufig etwas mehr, kann über seine Lebensdauer jedoch günstiger pro Liter sein. Deshalb lohnt es sich, den Kaufpreis mit der zu erwartenden Lebensdauer des Filterelements zu vergleichen.
4. Gewicht und Packgröße
Beim Wandern, Backpacking und auf Reisen spielen Gewicht und Packgröße eine wichtige Rolle. Viele Hohlfaserfilter sind leicht und kompakt genug, um problemlos in einer Seitentasche des Rucksacks Platz zu finden. Achte jedoch darauf, ob sich das angegebene Gewicht auf das komplette System oder nur auf das Filterelement bezieht.
5. Zuverlässigkeit im Outdoor-Einsatz
Das beste Wasseraufbereitungssystem ist dasjenige, das auch unter widrigen Bedingungen funktioniert. Bei batteriebetriebenen Geräten kann der Akku leer werden, und auch die Elektronik kann ausfallen, während mechanische Filter wie Hohlfaserfilter ohne Strom, Aufladung oder bewegliche Teile auskommen. Deshalb sind sie eine zuverlässige Wahl für den Outdoor-Einsatz und für Notfallsets.
Kauf-Checkliste für Wasserfilter und Wasserentkeimer
Bevor du einen Wasserfilter oder Wasserentkeimer kaufst, gehe diese Fragen durch:
-
Wurde das Produkt unabhängig getestet?
-
Werden die LOG-Reduktionswerte veröffentlicht?
-
Reicht die Filterkapazität für deinen Einsatzzweck aus?
-
Sind Gewicht und Packgröße für deine Tour geeignet?
-
Funktioniert das System ohne Batterien oder Strom?
Fazit: Wasserfilter oder Wasserentkeimer?
Keines der beiden Systeme ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist immer, wo du dein Wasser entnehmen möchtest. Für Wander-, Trekking- und Campingtouren in Europa und Nordamerika reicht ein Wasserfilter in den meisten Fällen vollkommen aus. Er schützt zuverlässig vor Bakterien und Protozoen, den häufigsten biologischen Verunreinigungen in natürlichen Süßwasserquellen.
Ein Wasserentkeimer ist die bessere Wahl, wenn Viren ein realistisches Risiko darstellen. Das betrifft vor allem internationale Reisen oder Regionen, in denen Wasser durch menschliche Abwässer verunreinigt sein kann. Als Faustregel gilt: Je weiter du dich von abgelegenen Naturgebieten in dichter besiedelte Regionen bewegst, desto sinnvoller wird ein Wasserentkeimer.
Kurz gesagt: Für Wanderungen und Touren in der Natur genügt meist ein Wasserfilter. Steht der Schutz vor Viren im Vordergrund, solltest du zu einem Wasserentkeimer greifen.
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Frequently Asked Questions
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Kann ein Wasserfilter PFAS entfernen?
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Kann ein Wasserfilter Salzwasser filtern?
Funktionieren Wasserentkeimungstabletten genauso gut wie ein Wasserfilter?
References
Die folgenden Quellen wurden für die Recherche dieses Artikels verwendet:
- Centers for Disease Control and Prevention, Surveillance of Waterborne Disease Outbreaks Associated with Drinking Water, US, 2015–2020
- World Health Organization, Performance Targets for Household Water Treatment Products (Housing and Health Guidelines, Table 8.5)
- World Health Organization, Guidelines for Drinking-water Quality, 4. Ausgabe
- NSF/ANSI Protocol P231, Microbiological Water Purifiers
- Europäische Union, Richtlinie (EU) 2020/2184 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch
- UK Drinking Water Inspectorate, Drinking Water 2023, England
- U.S. Environmental Protection Agency, Protect Your Home's Water (Private Wells)
- Appalachian Trail Conservancy, Norovirus & Stomach Bugs
- Backpacker, Norovirus Outbreak on the Appalachian Trail, 2025