Mikroplastik wurde inzwischen im Leitungswasser, in Flaschenwasser und sogar im menschlichen Blut nachgewiesen. Diese Schlagzeilen sorgen verständlicherweise für Verunsicherung. Da liegt die Frage nahe, wie sauber das Wasser in deinem Glas tatsächlich ist. Wenn du bereits einen Wasserfilter nutzt, fragst du dich vielleicht, ob er Mikroplastik tatsächlich reduzieren kann.
Die kurze Antwort lautet: Ja. Viele Wasserfilter können Mikroplastik reduzieren. Allerdings unterscheiden sie sich deutlich in ihrer Wirksamkeit. Besonders Hohlfaserfilter mit einer ausreichend feinen Poren-Größe können einen großen Teil dieser winzigen Kunststoffpartikel mechanisch zurückhalten.
In diesem Ratgeber erfährst du, was Mikroplastik ist, wie es ins Trinkwasser gelangt, welche Erkenntnisse die Forschung zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen liefert und welche Filtertechnologien Mikroplastik besonders wirksam reduzieren können.
Was sind Mikroplastik und Nanoplastik?
Kunststoffe werden je nach ihrer Größe in Makroplastik, Mikroplastik und Nanoplastik eingeteilt. Mikroplastik bezeichnet Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als 5 Millimetern, während Nanoplastik in der Regel kleiner als 1 Mikrometer (1 µm) ist. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist etwa 70 µm dick. Die meisten Mikroplastikpartikel sind also deutlich dünner als ein Haar. Nanoplastik ist sogar so klein, dass es nahezu die Größe von Bakterien und einigen Viren erreicht.
Diese Partikel entstehen aus weitverbreiteten Kunststoffen wie Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen oder Polypropylen. Sie werden freigesetzt, wenn sich Kunststoffverpackungen, synthetische Textilien, Fahrzeugreifen oder größere Kunststoffgegenstände durch den täglichen Gebrauch und Umwelteinflüsse nach und nach zersetzen.
Das State Water Resources Control Board des US-Bundesstaates Kalifornien war die erste Behörde, die eine offizielle Definition von Mikroplastik im Trinkwasser festlegte. Damit wurde eine wichtige Grundlage geschaffen, um Mikroplastik einheitlich zu messen und zu überwachen.
Aufgrund seiner geringen Größe lässt sich Mikroplastik nur schwer aus Wasser entfernen. Wasserfilter können Mikroplastik im Trinkwasser zwar reduzieren, ihre Wirksamkeit hängt jedoch maßgeblich von der verwendeten Filtertechnologie ab.
Ein entscheidender Faktor ist die Poren-Größe des Filters. Das Wasser strömt durch mikroskopisch kleine Poren, die größere Partikel zurückhalten, während kleinere Partikel hindurchtreten können. Da Nanoplastik wesentlich kleiner ist als Mikroplastik, lässt es sich deutlich schwieriger herausfiltern. Grundsätzlich gilt: Je feiner die Poren einer Membran sind, desto mehr Mikroplastik kann sie zurückhalten.
Wie gelangt Mikroplastik ins Trinkwasser?
Mikroplastik kann auf unterschiedliche Weise ins Trinkwasser gelangen. Es kann bereits in natürlichen Wasserquellen vorkommen oder während der Trinkwasseraufbereitung und im Leitungsnetz ins Wasser gelangen. Weitere Quellen sind alltägliche Kunststoffprodukte, die wir zu Hause verwenden.
Forschende haben Mikroplastik inzwischen weltweit in Flüssen, Seen, Grundwasser, Leitungswasser und Flaschenwasser nachgewiesen. Zu den häufigsten Quellen gehören Kunststoffverpackungen, synthetische Textilien, Fahrzeugreifen sowie der allmähliche Zerfall größerer Kunststoffabfälle.
Die gute Nachricht ist: Dass Mikroplastik in natürlichen Wasserquellen vorkommt, bedeutet nicht automatisch, dass es später auch im Trinkglas landet. Bevor Wasser in die Haushalte gelangt, wird es in der Regel aufbereitet. Dabei werden bereits viele dieser Partikel entfernt.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können herkömmliche Verfahren der Trinkwasseraufbereitung rund 70 bis 80 % des Mikroplastiks entfernen. Moderne Membranverfahren erreichen sogar noch höhere Reduktionsraten.
Sind Mikroplastik im Trinkwasser gesundheitsschädlich?
Die ehrliche Antwort lautet: Die Forschung steckt noch in den Anfängen. Bislang konnte keine Studie eindeutig nachweisen, dass Mikroplastik im Trinkwasser bei Menschen Krankheiten verursacht. In ihrer Bewertung aus dem Jahr 2019 kam die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Schluss, dass es bei den derzeitigen Konzentrationen keine eindeutigen Hinweise auf gesundheitliche Schäden gibt. Gleichzeitig wies sie auf erhebliche Wissenslücken hin und empfahl weitere Forschung.
Seitdem wurden zahlreiche neue Studien veröffentlicht. Mikroplastik wurde inzwischen unter anderem im menschlichen Blut, im Gehirn, im Herzen, in der Plazenta und in der Muttermilch nachgewiesen. Eine systematische Übersichtsarbeit der University of California, San Francisco aus dem Dezember 2024 kommt zu dem Ergebnis, dass Mikroplastik vermutlich negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung, das Verdauungssystem und die Atemwege haben kann. Zudem wird ein möglicher Zusammenhang mit Darm- und Lungenkrebs diskutiert. Der überwiegende Teil dieser Erkenntnisse stammt bislang jedoch aus Tier- und Zellstudien.
Eine der ersten Studien, die Menschen direkt untersuchte, wurde im März 2024 im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Forschende analysierten dabei Patientinnen und Patienten, bei denen Ablagerungen aus den Arterien entfernt worden waren. Bei Personen, in deren Ablagerungen Mikroplastik nachgewiesen wurde, traten innerhalb der folgenden drei Jahre häufiger Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Todesfälle auf als bei Personen ohne nachweisbare Mikroplastik. Die Forschenden betonen jedoch ausdrücklich, dass es sich dabei lediglich um einen statistischen Zusammenhang handelt. Ein ursächlicher Zusammenhang konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
Diese Ergebnisse geben Anlass zur Vorsicht und sprechen dafür, die Belastung durch Mikroplastik möglichst gering zu halten. Dennoch befindet sich die Forschung weiterhin in einem frühen Stadium. Ob Mikroplastik beim Menschen tatsächlich Krankheiten verursacht, ist bislang nicht belegt. Ein besonnener Umgang mit den bisherigen Erkenntnissen ist deshalb sinnvoller als voreilige Schlussfolgerungen.
Entfernen Hohlfaserfilter Mikroplastik?
Ja. Hohlfaserfilter können Mikroplastik entfernen, sofern die Partikel größer sind als die Poren der Membran.
Die meisten Hohlfaser-Membranen besitzen eine Poren-Größe von etwa 0,1 bis 0,2 µm. Beim Filtern strömt das Wasser durch mikroskopisch kleine Poren. Partikel, die größer sind als die Poren, werden mechanisch zurückgehalten, während sauberes Wasser die Membran passieren kann. Dieses Verfahren wird als Größenfiltration bezeichnet. Nach demselben Prinzip werden auch Bakterien und Protozoen mechanisch zurückgehalten.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass sich auf diese Weise viele der Mikroplastikpartikel entfernen lassen, die typischerweise im Trinkwasser vorkommen. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass die Mikrofiltration Partikel mit einer Größe von mehr als 1 µm wirksam entfernt und sich deshalb besonders gut zur Reduzierung größerer Mikroplastikpartikel eignet.
Es gibt jedoch eine wichtige Einschränkung. Nanoplastik kann kleiner sein als die Poren einer Hohlfaser-Membran und die Membran deshalb passieren. Für die kleinsten Kunststoffpartikel gelten Umkehrosmose und Nanofiltration derzeit als wirksamere Verfahren.
Die Wasserfilter von BACHGOLD verwenden eine Hohlfaser-Membran mit einer Poren-Größe von 0,2 µm. Dadurch können größere Mikroplastikpartikel nach dem Prinzip der Größenfiltration mechanisch zurückgehalten werden. Wie bei allen Hohlfaserfiltern hängt die Wirksamkeit jedoch von der Größe der jeweiligen Partikel ab. Sie eignen sich besonders gut zur Reduzierung größerer Mikroplastikpartikel im Leitungswasser sowie beim Outdoor-Einsatz, auf Reisen oder in der Krisenvorsorge. Dabei benötigen sie weder Strom noch einen festen Wasseranschluss.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Hohlfaserfilter sind eine wirksame Möglichkeit, größere Mikroplastikpartikel im Trinkwasser zu reduzieren.
- Sie benötigen weder Strom noch einen festen Wasseranschluss und eignen sich deshalb ideal für Outdoor-Abenteuer, Reisen und die Krisenvorsorge.
- Die kleinsten Nanoplastikpartikel können die Membran aufgrund ihrer geringen Größe passieren.
- Hohlfaserfilter sind deshalb nicht dafür ausgelegt, sämtliche Kunststoffpartikel vollständig zu entfernen.
Mikroplastik im Wasser: Hilft Abkochen?
Abkochen kann die Menge an Mikroplastik im Wasser zwar verringern, ersetzt jedoch keinen Wasserfilter. Sein Hauptzweck besteht darin, Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Protozoen unschädlich zu machen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Wasser sprudelnd aufzukochen, um Krankheitserreger zu inaktivieren. Allein durch das Abkochen werden jedoch weder Chemikalien noch Schwermetalle oder Kunststoffpartikel zuverlässig aus dem Wasser entfernt.
Eine interessante Ausnahme zeigt eine Studie aus dem Jahr 2024, die in Environmental Science & Technology Letters veröffentlicht wurde. Die Forschenden stellten fest, dass sich durch das Abkochen von hartem Leitungswasser und anschließendes Filtern bis zu 90 % des Mikroplastiks und Nanoplastiks entfernen ließen. Beim Erhitzen bildet sich Calciumcarbonat (Kalk), das die Kunststoffpartikel bindet. Diese können anschließend mit einem einfachen Wasserfilter zurückgehalten werden.
Die Wirksamkeit hängt jedoch stark von der Wasserhärte ab. In weichem Wasser fiel der Effekt deutlich geringer aus. Dort lag die Reduktion lediglich bei etwa 34 %.
Wie BACHGOLD Wasserfilter Mikroplastik reduzieren
Die Wasserfilter von BACHGOLD verfolgen ein einfaches Ziel: sauberes Trinkwasser überall verfügbar zu machen. Sie funktionieren ohne Strom, ohne Pumpen und ohne chemische Zusätze. Dank ihrer Hohlfaser-Membran mit einer Poren-Größe von 0,2 µm können sie größere Mikroplastikpartikel mechanisch zurückhalten.
Die Wasserfilter von BACHGOLD wurden von unabhängigen Laboren entsprechend den Vorgaben des NSF P231-Prüfprotokolls getestet und erfüllten die entsprechenden Anforderungen. Dabei erreichte der Bachgold® Selfpress Wasserfilter eine LOG-8-Reduktion gegenüber E. coli, was einer Reduktion von 99,999999 % entspricht.
Das NSF P231-Prüfprotokoll bewertet die mikrobiologische Filterleistung und nicht die Reduzierung von Mikroplastik. Die Testergebnisse zeigen jedoch, wie effektiv eine Hohlfaser-Membran mit einer Poren-Größe von 0,2 µm Partikel dieser Größenordnung mechanisch zurückhalten kann. Da die meisten Mikroplastikpartikel im Trinkwasser deutlich größer sind als 0,2 µm, eignet sich diese Filtertechnologie sehr gut zur Reduzierung größerer Kunststoffpartikel.
Gleichzeitig kommuniziert BACHGOLD die Grenzen dieser Technologie transparent. Die kleinsten Nanoplastikpartikel können feiner sein als die Poren der Membran und sie deshalb passieren. Wie jeder Hohlfaserfilter sind auch die Wasserfilter von BACHGOLD dafür ausgelegt, größere Mikroplastikpartikel zu reduzieren und nicht sämtliche Kunststoffpartikel vollständig zu entfernen.
Für die kleinsten Nanoplastikpartikel gelten Umkehrosmose und Nanofiltration derzeit als die wirksameren Verfahren. Für Wanderungen, Reisen und die Krisenvorsorge bieten BACHGOLD Wasserfilter jedoch eine praktische und mobile Lösung, um größere Mikroplastikpartikel zu reduzieren und gleichzeitig zuverlässig vor Bakterien und Protozoen in unbehandeltem Süßwasser zu schützen.
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