Es gibt auf jeder längeren Wanderung diesen Moment, in dem der Wasservorrat langsam zur Neige geht und der Weg immer weiter bergauf führt. Dann macht der Trail eine Kurve und plötzlich ist er da: ein Gebirgsbach. Das Wasser ist klar, eiskalt und fließt schnell. Alles spricht dafür, einfach daraus zu trinken. Die einzige Frage ist, ob du das wirklich solltest.
Der Haken dabei ist: Klares Wasser verrät dir nicht, was wirklich darin steckt. Krankheitserreger im Wasser, darunter Bakterien wie E. coli sowie Protozoen und Viren, sind ohne Test nahezu unsichtbar. Sie haben oft weder einen Geruch noch eine Farbe oder einen Geschmack. Ein einziger Schluck aus der falschen Wasserquelle kann reichen, und schon verbringst du den Rest deiner Wanderung mit Magenkrämpfen und Durchfall statt mit der Aussicht, für die du eigentlich gekommen bist.
Bevor du unterwegs Wasser nachfüllst, solltest du Folgendes wissen.
Was steckt eigentlich in natürlichen Gewässern?
Klares Wasser ist nicht automatisch sauberes Wasser. Die meisten Verunreinigungen, die herausgefiltert werden müssen, sind unsichtbar, geschmacklos und völlig geruchlos. Genau dafür gibt es Wasserfilter. In den meisten natürlichen Gewässern geht es dabei vor allem um drei Arten von Verunreinigungen.
1. Protozoen
Protozoen sind mikroskopisch kleine, einzellige Organismen. Die meisten sind harmlos. Einige Arten sind jedoch parasitisch und können schwere Erkrankungen verursachen, wenn sie über verunreinigtes Wasser in dein Verdauungssystem gelangen.
Giardia lamblia und Cryptosporidium parvum gehören weltweit zu den am häufigsten nachgewiesenen Darmprotozoen in natürlichen Gewässern. Die gute Nachricht: Beide lassen sich mit einem physikalischen Wasserfilter mit einer Porengröße von 1 µm oder kleiner herausfiltern.
2. Bakterien
Bakterien sind einzellige Mikroorganismen, die nahezu überall auf der Erde vorkommen. Die meisten sind harmlos oder sogar nützlich. Einige Arten können jedoch Wasserquellen verunreinigen und beim Trinken ernsthafte Erkrankungen verursachen.
Von all diesen Bakterien wirst du unterwegs am ehesten E. coli begegnen. Es ist der deutlichste Hinweis darauf, dass eine Wasserquelle verunreinigt wurde. Ist E. coli vorhanden, besteht auch das Risiko, dass sich weitere Krankheitserreger im Wasser befinden.
Welche Beschwerden auftreten, hängt vom jeweiligen Stamm ab. Im günstigsten Fall bedeutet das nur ein paar unangenehme Tage mit Durchfall. Im schlimmsten Fall wirst du dein Outdoor-Abenteuer wohl nicht mehr ganz so genießen.
3. Viren
Viren sind mikroskopisch kleine Partikel, die einen lebenden Wirt benötigen, um zu überleben und sich zu vermehren. Im Wasser bleiben sie unsichtbar. Mit deinen Sinnen kannst du sie weder sehen noch erkennen.
Im Gegensatz zu Bakterien und Protozoen sind Viren klein genug, um Filter zu passieren, die nicht speziell für Viren ausgelegt sind. Andere Wasserfilter wurden genau dafür entwickelt und getestet. Doch wie funktionieren diese Filter eigentlich?
Wie funktioniert ein Outdoor Wasserfilter?
Der ganze Vorgang dauert nur wenige Sekunden. Du füllst Wasser ein, drückst und trinkst. Wenn du jedoch verstehst, was im Inneren der Membran passiert, fällt es dir leichter, den passenden Wasserfilter auszuwählen, ihn richtig zu pflegen und genau zu wissen, was aus dem Wasser entfernt wird, bevor du es trinkst.
So funktioniert es.
1. Wasser aufnehmen
Fülle den Behälter oder Wasserbeutel direkt an der Wasserquelle, egal ob aus einem Fluss, einem See oder einem Bach. Je trüber das Wasser aussieht, desto wichtiger wird der nächste Schritt.
2. Druck ausüben
Je nach Wasserfilter drückst du den Wasserbeutel zusammen, betätigst die Selfpress-Mechanik oder überlässt die Arbeit der Schwerkraft. Dieser Druck presst das Wasser durch die Membran.
3. Das Wasser trifft auf die Hohlfaser-Membran
Im Inneren des Wasserfilters befindet sich die Hohlfaser-Membran. Sie besteht aus Tausenden feiner Hohlfasern. Die Wände jeder einzelnen Hohlfaser sind mit mikroskopisch kleinen Poren versehen. Sie sind klein genug, um die meisten Verunreinigungen zurückzuhalten, die du im Wasser nicht sehen kannst.
4. Die Porengröße entscheidet
Wassermoleküle sind klein genug, um die Poren der Hohlfaser-Membran zu passieren. Bakterien, Protozoen, Sediment, Mikroplastik und andere unsichtbare Krankheitserreger hingegen nicht. Sie bleiben an der Außenseite der Hohlfasern hängen, während das saubere Wasser durch die Membran ins Innere gelangt.
5. Sauberes Trinkwasser fließt heraus
Das gefilterte Wasser sammelt sich im Inneren der Hohlfasern und fließt am anderen Ende als sauberes Trinkwasser wieder heraus. Ganz ohne Chemikalien und ohne Strom.
Welche Arten von Outdoor Wasserfiltern gibt es?
Jede Tour stellt andere Anforderungen an einen Wasserfilter. Was für die eine Tour gut funktioniert, ist für die andere vielleicht nicht die beste Wahl. Deshalb lohnt es sich zu wissen, wofür die einzelnen Filtertypen entwickelt wurden. Hier sind die vier wichtigsten.
1. Squeeze-Filter
Ein Squeeze-Filter, wie die Bachgold® Squeeze Wasserfilter Outdoor, wird auf einen flexiblen Wasserbeutel geschraubt. Fülle den Wasserbeutel an der Wasserquelle, schraube den Filter auf und drücke das Wasser in deine Flasche oder direkt in den Mund. Wie schnell das Wasser fließt, hängt davon ab, wie kräftig du drückst und wie sauber der Filter ist.
Squeeze-Filter eignen sich besonders für Solo-Backpacker und Ultraleicht-Wanderer, die ein einfaches, leichtes System suchen und ihr Wasser bei Bedarf filtern möchten. Der Wasserfilter selbst ist leicht, und die Wasserbeutel lassen sich nach häufigem Gebrauch einfach austauschen.
2. Selfpress Wasserfilter
Ein Selfpress Wasserfilter integriert den Filter direkt in den Wasserbehälter. Fülle den Behälter an der Wasserquelle, drücke das Wasser mit dem Press-Stempel und trinke direkt daraus. Diese Filter eignen sich besonders für Alleinreisende und Tageswanderer, die Wasser nachfüllen und ihren Weg ohne lange Pause fortsetzen möchten.
3. Straw-Filter
Ein Straw-Filter gehört zu den einfachsten Wasserfiltern für unterwegs. Ein Ende kommt ins Wasser, am anderen trinkst du direkt. Dazwischen übernimmt der Filter die Arbeit. Keine Flasche, drücken with squeezen, keine Wartezeit.
Wenn du auf Tageswanderungen jedes Gramm sparen möchtest, schau dir den Bachgold® Straw Wasserfilter Outdoor an. Er passt in die Hüftgurttasche deines Rucksacks und fällt kaum auf, bis du ihn brauchst.
4. Gravitationsfilter
Ein Gravitationsfilter arbeitet mit zwei Wasserbeuteln, die über ein Filterelement miteinander verbunden sind. Hänge den Beutel mit dem ungefilterten Wasser an einen Ast, platziere den Beutel für das gefilterte Wasser darunter und lass den Filter arbeiten. Währenddessen kannst du dein Camp aufbauen oder kochen.
Gravitationsfilter eignen sich besonders für Gruppen und Basislager, in denen größere Wassermengen gefiltert werden müssen, ohne ständig selbst eingreifen zu müssen. Das Wasser fließt zwar langsamer durch den Filter, und unterwegs ist das System eher unpraktisch. Im Camp spielt der freihändige Betrieb jedoch seine Stärken aus.
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So bleibt dein Wasserfilter einsatzbereit
Die meisten Probleme mit einem Wasserfilter lassen sich vermeiden. Und oft entstehen sie nicht unterwegs, sondern zwischen zwei Touren. Zum Beispiel, wenn ein feuchter Filter monatelang im Rucksack liegen bleibt oder die Membran unbemerkt einfriert und beschädigt wird.
Mit diesen einfachen Tipps bleibt dein Wasserfilter jederzeit einsatzbereit:
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Trübes Wasser vorfiltern: Sieht das Wasser schlammig oder trüb aus, filtere es zuerst durch ein Tuch oder ein Halstuch, bevor es durch die Membran fließt.
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Niemals einfrieren lassen: Gefrierende Wasserreste können die Membran dauerhaft beschädigen, ohne dass äußerlich etwas zu erkennen ist. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt bewahrst du deinen Filter am besten nachts im Schlafsack auf.
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Trocken lagern: Spüle den Filter nach jeder Tour mit sauberem Wasser durch und lasse ihn vollständig trocknen, bevor du ihn wieder im Rucksack verstaust. So verhinderst du Schimmelbildung.
Wenn du diese Tipps regelmäßig beachtest, holst du das Beste aus deinem Wasserfilter heraus und verlängerst seine Lebensdauer. Trotzdem kann Outdoor-Ausrüstung auch einmal versagen, und meistens passiert das genau dann, wenn du es am wenigsten gebrauchen kannst. Gut zu wissen, welche Möglichkeiten du dann hast.
Was tun, wenn dein Wasserfilter nicht mehr funktioniert?
Prüfe zuerst den Wasserfilter selbst. Oft liegt das Problem nicht an der Hohlfaser-Membran, sondern am Wasserbehälter. Prüfe, ob der Wasserbeutel beschädigt ist, das Gewinde einen Defekt hat oder das Mundstück verstopft ist. Sieht das Filterelement unbeschädigt aus, kannst du mit etwas Improvisation oft trotzdem weiter filtern.
Ist der Wasserfilter tatsächlich nicht mehr einsatzfähig, bleibt das Abkochen als Alternative. Filtere trübes Wasser zuerst durch ein Kleidungsstück oder ein Tuch, um das Sediment zurückzuhalten. Bringe das Wasser anschließend mindestens eine Minute lang zum Kochen. In größeren Höhen solltest du es etwas länger kochen lassen.
Durch das Abkochen werden Bakterien, Viren und Parasiten abgetötet. Chemische Verunreinigungen werden dadurch jedoch nicht entfernt. Bist du in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen oder besiedelten Gebieten unterwegs, solltest du das berücksichtigen.
Pack ihn ein und starte dein nächstes Outdoor-Abenteuer
Jetzt weißt du, was sich in natürlichem Wasser befinden kann, wie ein Hohlfaserfilter funktioniert und was du tun kannst, wenn unterwegs einmal etwas schiefläuft. Jetzt musst du nur noch den passenden Wasserfilter auswählen und losziehen.
Das Letzte, was du unterwegs brauchst, ist eine unsichere Wasserquelle und keine Möglichkeit, das Wasser aufzubereiten. Bachgold® Wasserfilter filtern Bakterien und Protozoen. Der Bachgold® Squeeze und der Bachgold® Straw sind außerdem hochwirksam gegen Viren. Ganz ohne Chemikalien und ohne Batterien. Die gesamte Produktpalette findest du auf unserer Produktseite.
Mit jedem Kauf unterstützt du außerdem das Trinkwasserprojekt Viva con Agua Nepal. Ein Teil unserer Einnahmen fließt in Projekte, die Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser unterstützen.
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